Здравствуй oder auch hallo ihr da draußen oder auch drinnen... 

ich weiß, den Witz habe ich schon mal benutzt... und ich weiß auch, dass ich mich lange nicht gemeldet habe, um genau zu sagen über eine Woche nicht mehr. Aber ich habe ja angekündigt, dass ich nicht regelmäßig schreibe, sondern nur, wenn ich was zu erzählen habe und ich muss ja auch Lust zum schreiben haben, sonst wird die ganze Sache hier nichts... Also schaut einfach so alle 7 bis 10 Tage mal rein... Aber selbst dann kann ich nicht versprechen, dass es was Neues zu berichten gibt.

Wir viele von euch bestimmt wissen, weil sie meine Einträge auf Facebook verfolgt haben oder ich mit ihnen persönlich in Kontakt stehe, was ich nicht von allzu vielen behaupten kann... und ihr könnt euch ruhig angesprochen fühlen..., musste ich am letzten Montag, sprich am 12. November, aus Russland ausreisen und mich nach Litauen, genauer gesagt nach Klaipeda, begeben, um ein neues Visum zu beantragen. Da ich wieder in meinem schicken Wohnheim bin, scheint es ja wohl geklappt zu haben =)... Ja also bin ich am Montag um 4.30 Uhr aufgestanden, total aufgeregt versteht sich, denn man fährt ja nicht alle Tage in ein fremdes Land um ein Visum zu beantragen mit der Hoffnung in das Wunschland auch wieder einreisen zu dürfen. Um kurz vor 6 Uhr hat mich dann ein Taxi abgeholt und zum Busbahnhof gebracht. Dort hatte ich letztendlich eine Stunde Wartezeit, denn mein Bus fuhr erst um 7 Uhr. In den feinen Reisebus eingestiegen und 4 Stunden nach Klaipeda unterwegs gewesen. War eigentlich ganz angenehm die Fahrt... bis der Bus anhielt und der Busfahrer sagte: "Endstation"... Doch befand ich mich nicht an dem Ort, an dem ich dachte anzukommen, sprich dem Busbahnhof in Klaipeda; sondern auf einer kleinen hübschen Insel, die manchen vielleicht als Nationalpark Kurischen Nehrung bekannt ist, mit Blick auf die Stadt, in die ich musste. Der Fehler an der Sache ist, dass sich zwischen mir und Klaipeda die Ostsee befand... und ich konnte ja schlecht da rüber schwimmen. Des Weiteren wurde mir gesagt, dass eine Fähre hinüber fährt. Doch da ich mich nciht mehr in Russland, sondern in Littauen befand und die Fähre Geld kostete, welches ich nicht hatte, wurde ich leicht panisch... Das bemerkte ein netter Mann und er gab mir dann das Geld für die Fähre, welches ich letzten Endes nicht brauchte, weil die Kasse geschlossen hatte... Ich hab ihm das Geld zurüch gegeben. Keine Angst. Tja da sieht man mal wieder, dass man noch so viele Rubel in Litauen in der Tasche haben kann, wenn man keine Litas hat, kommt man nicht weit... Vom Hafen aus ging es zum Konsulat. Ich war natürlich nicht allein, denn man hatte mir von Kaliningrad aus netterweise eine nette Dame zur Seite gestellt, die mir bei den konsularischen Angelegenheit zur Seite stand... So weit so gut. Visum beantragt, 100 Euro dafür hingeblättert, weil ja express und so und dann drei Stunden in einem litauischen Kaufhaus abgeparkt. Die Toiletten waren da echt gut. War schön, mal wieder ein Klo mit Klobrille benutzen zu können... Ja lacht ihr nur. Ihr wisst gar nicht, wie das ist, wenn man jedes Mal, wenn man mal muss, halb im Klo versinkt, weil man vergessen hat, dass da ja keine Brille drauf ist. Und sonst gab es auch sehr schöne Geschäfte. Und wer denkt, in Litauen ist alles ganz billig, der kann sich das mal schön an die Backe schmieren... Pustekuchen, wie in Deutschland oder noch teurer. Nach den drei Stunden Wartezeit wurde ich wieder abgeholt, zum Konsulat gebracht, um mein Visum abzuholen... das hat auch alles wunderbar geklappt... und dann wieder zurück zur Fähre. Das war ganz schön, den Hafen mal zu begutachten und da das Wetter auch typisch Meer war, hat es gestürmt, die Fähre hat sich dem entsprechend zum Kotzen bewegt... nein, ich habe mich nicht ausgewürfelt...und mir hat es gefallen. Wenn das mit dem Lehrer werden nicht wird, dann geh ich zur See =)... Ja als ich wieder auf der kleinen Insel angekommen war, galt es sich viele warme Gedanken zu machen. Ich musste geschlagene zwei Stunden und paar zerquetschte auf den Bus warten... Der kam dann mit einer Stunde Verspätung endlich an und fuhr mich erstmal wieder zur Grenze. Da hatte ich ein bisschen Schiss, dass die mich nicht rein lassen, denn es ist schon ein wenig komisch, dass eine Deutsche aus Litauen nach Russland einreisen möchte mit einem am gleichen Tag ausgestellten Visum... Die Angst hat sich nciht bestätigt, sonst wäre ich nicht hier, sondern in Deutschland oder noch auf dem Grenzstreifen =)... Aber ein bisschen komisch kan es dem Grenzbeamten wohl auch vor, denn er fragte mich nach meinem Namen und Geburtsort und musterte mich bestimmt zwei oder drei Mal für einen längeren Augenblick... Keine Ahnung, vielleicht konnte er auch einfach die Augen nicht von mir lassen, bei solch einem Anblick kann ja kaum einer wiederstehen... Auch das war nur ein kleiner Scherz am Rande... Ja nach langer Fahrt im Dunkeln wurde ich noch vom Busbahnhof mit dem Taxi ins Wohnheim gefahren und bin guter Letzt ins Bett gefallen. Das war mein Ausflug...

Ich werd mich dann jetzt bis zum nächsten Mal verabschieden. Und denkt dran, dass kann eine Weile dauern.

Und für diejenigen, die heute zum Hosenkonzert gehen: 1. Ich hasse euch nicht, oder nur ein bisschen und böse bin ich schon gar nicht. Also macht euch mal nicht so eine Platte. Ihr könnt ja schließlich nichts dafür, dass ich mich hierher hab verfrachten lassen... Und ich hoffe einfach mal, dass Campino nicht gerade heute auf der Bühne zusammenbricht, sondern sich damit bis nach der Tour Zeit lässt oder es am besten gar nicht macht =). Ja, also keinen Kopf machen. Diejenigen, die damit gemeint sind, wissen das schon.

Und noch ein kleiner Aufruf an eine bestimmt Person: Deine BELL schau ich mir am Wochenende mal an...

So ihr Leute: danke fürs Lesen und до встречи

 

1 Kommentar 14.11.12 18:31, kommentieren

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So ich sag dann mal wieder hallo und entschuldige mich, dass ich mich so lange nicht gmeldet habe. Die Frage ist nur, ob ihr darauf abfahrt, nur langweilige Details aus meinem wundervollen Leben hier in Kaliningrad zu lesen. Denn das war die letzte Woche: langweilig. Ich sag es mal so: ich bin jeden Tag brav zur Uni gegangen und habe den Sprachkurs über mich ergehen lassen und weiter nichts für euch Interessantes oder gar Lustiges erlebt. Demnach dachte ich, es ist einfach besser euch nicht auch zu langweilen. In Deutschland ist glaube ich mehr los, als hier bei mir.

Der Sprachkurs ist gur anstrengend, weil ich mir ungefähr jeden Tag 20 bis 100 neue Wörter zu Gemüte ziehen muss. Ob das nun daran liegt, dass ich diese Wörter vorher noch nie grhört habe, oder daran, dass ich sie andauernd wieder vergesse, dass kann ich leider nicht beantworten. Ich weiß nur, dass die russische Bevölkerung garantiert tausend mal mehr Wörter in ihrem Sprachgebrauch einsetzt, als die deutsche. Verdammt so viele Wörter für ein und die selbe Bedeutung kann es doch gar nicht geben. So beschäftigen wir uns im Kurs gerade mit dem Thema "Reisen" und zwar nicht irgendwohin mit dem Flugzeug oder so, nein mit dem Auto. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum ich mit Hilfe 4 verschiedener Wörter mitteilen können muss, dass ich mein Auto reparieren möchte... kann sich das einer von euch eventuell denken, welche Unterschiede es geben könnte? Ich kann es definitiv nicht. Ja soweit so gut.

Das Wetter ist denke ich hier typisch für Ostseenähe und demnach nicht besonders kalt, so dass Schnee fallen könnte, aber auch nicht gerade warm. Also regnet es und ist schmuddelig. 

Die spuckenden Menschen gibt es immernoch. Hat sich in den drei Wochen, die ich jetzt hier bin auch nicht geändert. Ich kann auch sagen, dass ich schon näheren Kontakt mit dem Speichel meiner momentanen Mitmenschen hatte. J ihr denkt euch jetzt: ist sie wohl mal reingetreten. Das bestimmt auch. Doch wenn die jungen Burschen hier nicht in der Lage sind, einzuberechnen, dass der ausgeworfene Speichel bei Wind seine Flugrichtung verändert, kann es durchaus passieren, dass der Auswurf auf meinen Schuhen landet. War nicht sehr lecker, kann ich euch sagen. Aber Augen zu und durch. Und dann steht dieser Lackaffe da und lacht sich mit seinem Kumpel oder was auch immer das war schlapp... Dieses Würstchen hätte ich zum Frühstück verspeist, wenn ich nicht zu müde gewesen wäre und nicht geahnt hätte, dass er sowieso nicht versteht, was ich ihm mitzuteilen habe.

Letzte Woche, genauer gesagt am Freitag, bin ich zum ersten Mal Bus gefahren. Ich dachte schon, die Luft außerhalb der verpestenden Autos und Busse wäre hierzulande schwer zu atmen, aber im Bus, oh man, echt nicht auszuhalten. Da kann man seinen Kopf gleich an den Auspuff eines Autos ohne jegliche umweltschonende Einbauten halten. Also Motto: Atme tief die Luft ist selten... Aber ein was Cooles haben die Busse: man kommt mit ihnen bei Regen trocken an der Uni an, man schafft es durch den Berufsverkehr und die haben in jedem Bus eine Schaffnerin, die dort die Fahrkarten verkauft. Das fin ich echt klasse. Kannst also schnell in den Bus reinhüpfen ohne noch am Ticketautomaten anzustehen. Doch ich hab bisher noch nicht herausgefunden, mit welchem Bus ich wo ankomme. Also bedeutet das für mich, dass ich mich per pedes von einem zum anderen Ort bewege... Und wer das jetzt nicht verstanden hat, sollte seine Fremdsprachenkenntnisse aufbessern oder es tut mir leid =).

 Ja, das wars erstmal. Ich weiß selbst, nicht besonders lustig und aufregend, aber ihr müsst ja nicht lesen. Ich steh ja nicht hinter euch und drohe mit einem Baseballschläger... war nur ein kleiner Scherz am Rande.

Und übrigens: die Leute, die mit Kommentare schreiben, sollten doch bitte dazu schreiben, von wem sie sind. Denn ich bin nicht in der Lage, anhand der kurzen Sätzchen zu erahnen, wessen Schreibstil sich dahinter verbirgt.

Gut, dann bis bald... und wartet nicht drauf. Ich schreibe wieder, wenn ihr es am wenigsten erwartet.

Küsschen; eure Matty

3 Kommentare 5.11.12 18:21, kommentieren

Hallo meine Lieben...

ich wurde gebeten, Futter zu reichen. Ich entschuldige mich von ganzem Herzen dafür, dass ihr so lange warten musstet. Ich weiß vor lauter Lernen (*grins*) gar nicht was ich schreiben soll. Es ist nicht wirklich viel passiert in den letzten Tagen.

Fangen wir doch einfach mal damit an, dass heute Freitag Abend ist und wahrscheinlich alle von euch irgend ein Date oder ein anderes Vorhaben haben. Ich sitze fein in meinem kleinen Kabuff, welches immerhin größer ist als in Leipzig, falls ich das noch nicht erwähnt habe. Ich kann mir auch nicht alles merken, was ich so schreibe. Ich kann mein Zimmer nicht verlassen, weil es hier total kalt ist und es schneit. Der Schnee ist aber irgendwie erfrischend, kann ich euch sagen. So winterlich und das im Oktober. Schon witzig. Ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht. Die letzten Tage hat es geregnet und war ganz grau. Da hat sich der Himmel ausnahmsweise mal den Farben der Stadt angepasst. Nicht, dass ich die Stadt nicht schön finde. Zum Regen ist folgendes zu sagen: Ihr wisst bestimmt, dass Regen oftmals mit Wind oder gar Sturm einherkommt, vorallem im Herbst. Des Weiteren ist jedem bekannt, dass sich Wind und Regenschirme nicht gut miteinander vertragen. Also muss ich mir da blöd vorkommen, wenn ich nicht, so wie die meisten Russen mit einem sich gegen den Wind sträubenden aufgespannten Regenschirm durch die Straßen renne, aber nass werde? Ich weiß nicht, obwohl ich wusste, dass es unvernüftig ist, einen Schirm bei Wind aufzuspannen, kam ich mir doch bescheuert vor. Ich weiß, ich hätte aus Solidarität meinen Schirm aufspannen können, hab ich auch kurz, muss ich zugeben. Doch ich merkte recht schnell, dass auch mein Schirm von dem lieben netten Herrn Wind nicht begeistert ist.

Auch wusste ich nicht, dass man sich vor wütigen Autofahrern in Acht nehmen muss, sollte man sich erlauben bei grün über die Straße zu gehen, wenn die Rechts- bzw. Linksabbieger auch grün haben. Ist es nicht eigentlich so, dass sich die Autofahrer meistens gedulden sollten und nicht mit heruntergelassenem Fenster an einem vorbeifahren oder eher gesagt neben einem her fahren und irgendwelche wahnwitzigen Worte brüllen, die ich sowieso nicht verstehe? Ich kann euch sagen, es hat mir Spaß gemacht, in diesem ausgewählten Fall, die Straße extra langsam zu überqueren =). Ich kann mir schon vorstellen, dass der Fahrer das gar nicht lustig fand, aber die Russen sollten sich hier mal ein wenig über ihr Fahrverhalten im Klaren werden oder besser noch sein, um Unfälle, die sinnloser Natur sind, so wie ich sie diese Woche zwei, drei Mal gesehen habe, zu entgehen. Die fahren hier, wie die Bekloppten. Warum sollte ich denn die Ampelfarben beachten? Man fährt einfach. Diese Woche wurde ich bald überfahren, weil so eine kleine Tussi dachte, sie müsse mit ihrem Audi von Papa noch schnell bei Rot über die Ampel fahren, um ganz schnell die neueste Kollektion von JimmyChoo zu kaufen. Für die Herren der Schöpfung, hierbei handelt es sich um Schuhe. Worum auch sonst. Beim Bremsen hat ihr Autochen einem Känguru geähnelt. Ist wahrscheinlcih abgesoffen. Aber das geschieht ihr Recht.

So jetzt Schluss mit dem Geläster. Ich hab diese Woche nach langem Hin und Her und Warten erstens meinen Studentenausweis bekommen, ein echt edles Teil, so mit Ledereinband und Goldaufdruck. Da können sich manche deutsche Unis eine Scheibe abschneiden. Ich möchte ja keine Anspielungen machen. Ich glaube ihr wisst alle, welche Uni ich meine. Die Uni Leipzig ist ausgeschlossen. Die Karte erfüllt ihre praktischen Aufgaben sehr gut. Sonst hatte ich bisher nur noch einen Ausweis von einer anderen Universität/ Hochschule. Wer vorher nicht wusste, welche Uni gemeint war, und meinen Lebenslauf ein wenig verfolgt hat, weiß spätestens jetzt wovon ich rede. Kleiner Scherz am Rande. Die Uni hat dafür andere Qualitäten und so ein Ausweis ist ja nur Nebensache. Wichtig ist die Bildung und in Sachen Biotechnologie machen die das dort glaub ich ganz gut. Ja neben meinem Studentenausweis hab ich auch endlich meinen Plan. Jeden Tag drei Stunden Russischkurs am Stück. Ich weiß, das klingt nicht besonders viel, ist aber mit Arbeit und Hausaufgaben verbunden. Ich wusste ja gar nicht, wie viele verschiedene russische Worte es für eine deutsche Bedeutung gibt. Aber was ich von den Russen denke, denke die Russen von uns Deutschen, wie ich aus einer verlässlichen Quelle weiß. Zu meinem Kurs erzähl ich nächstes Mal was mehr.

Jetzt erstmal entschuldige ich mich, dass es heute mal nicht so lustig war und verabschiede mich mit Küssen und Umarmungen, die ich euch schicke. Keine Angst, ich bin nicht immer so herzlich, das macht der Schnee, und angesprochen von Küssen und so dürfen sich nur die fühlen, die ich auch umarmen würde, wenn ich zu Hause wäre.=)

Dann mal Prost auf den Freitag Abend und trinkt einen für mich mit.

2 Kommentare 26.10.12 21:00, kommentieren

Hallo ihr da draußen oder auch drinnen, je nach dem wo ihr gerade rumrennt oder sitzt, wenn ihr euch mein Geschwafel zu Gemüte zieht. Meine rhetorischen Fähigkeiten lassen noch ein wenig zu wünschen übrig. Aber lasst euch dadurch nicht abhalten in den Genuss meiner geschriebenen Worte zu kommen.

Ja nun, wir haben Montag den 22. Oktober und ich dachte ich lass euch mal nicht allzu lange warten. Denn treue Leser sollen belohnt werden. Es gibt bezüglich meines Studiums der russischen Sprache noch nicht viel zu berichten. Ich kann nur verkünden, dass die russische Sprache, die in der Schule gelehrt wird, keinerlei Fähigkeiten herausbildet, die im Alltagsleben für das Überleben notwendig sind. Wenn ich einkaufen gehe, werde ich erstens durch meine klare Aussprache entlarvt und falls das nicht der Fall sein sollte spätestens daran, dass ich nichts verstehe, sollten die netten Kassierer mir eine Frage stellen. Dann wars das mit der Gleichberechtigung. Man bekommt irgendwelche allgemeingültigen Bezeichnungen hinterhergerufen, wird belächelt oder es wird einem ein kleines süßes, aber auch durchaus leicht mitleidiges Lächeln geschenkt.

Heute sollte ich, wie schon kurz erwähnt, glaube ich, wenn nicht, dann wird das jetzt nachgeholt, meinen Plan für meine Russischstunden bekommen. Dafür wurde ich für 10 Uhr bestellt. Eine recht angenehme Zeit, wie ich finde. Um 10 Uhr war ich also im Büro, um eine und eine halbe Stunde dort zu sitzen und auf meinen Plan zu warten und anschließend die Nachricht zu erhalten, dass ich doch um 14 Uhr wieder kommen möge. Gesagt, getan. Nach Hause, also naja sagen wir lieber in die mir zugewiesene Bleibe, auch Studentenwohnheimzimmer genannt, zurückgegangen, auf dem Weg einen sehr leckeren russischen Hotdog verdrückt; Moment: Gibt es überhaupt russische Hotdogs? Ich glaube das ist eine Frage, mit der ihr euch auseinandersetzen solltet. Das gehört definitiv nicht in den Aufgabenbereich eines Studenten, sondern doch wohl schon eher in den eines Lebensmittelmenschen oder so; und um 14 Uhr wieder in die Uni. Nur um dort wiederum warten zu müssen. Diesmal jedoch zwei Stunden. Anschließend wurde mir gesagt, ich solle doch morgen, für alle die mit dem Kalender nicht so vertraut sind, Dienstag den 23. Oktober, um zwölf Uhr wieder erscheinen, um endlich meinen heißgeliebten Stundenplan zu bekommen. Also ihr seht, Bürokratie ist nicht nur in Deutschland ein Bremsklotz. Jedes Land muss leiden.

Ja des weiteren kann ich nur allen empfehlen, wenn sie sich dazu entschließen sollten, nach Russland in ein Studentenwohnheim zu gehen, um eventuell ein Studium zu absolvieren, nicht ohne ein technisches Grundverständnis herzureisen. Vorallem auf dem Gebiet sanitärer Anlagen. Ich war heut morgen äußerst erfreut über mein mäßig vorhandenes technisches Verständnis. Nach der Morgentoilette, und Toilette heißt nicht etwa Zähne putzen oder Haare kämmen, sondern die Benutzung des eben genannten, war ich im Inbegriff zu spülen, doch dies blieb mir verwehrt, da die Spülung nicht mehr funktionierte. Aber was tun? Man will seine Geschäfte ja nicht unbedingt jedem Wohnheimbewohner offenbaren. Deckel des Spülkastens auf und entdecken, dass der Kasten total verdreckt ist, sodass Schweine sich ekeln würden, daraus zu fressen, und die Spülvorrichtung ausgehakt ist. Also konnte ich dank meiner technischen Fähigkeiten den Fehler beheben und meine Geschäfte ins Dunkel befördern. Gut, hab mich mal für euch ein bisschen blamiert. Und ich kann euch sagen, es war nicht schön, aber was macht man nicht alles für treue Leser.

Wir haben doch das letzte Mal die Problematik der Absatzschuhe diskutiert. Hierzu ein kleiner Nachtrag. Die Mädchen haben hier überhaupt nicht die  Wahl flache Schuhe zu tragen, denn ihnen wird, trotz der Tatsache, dass kleine Mädchen doch schon noch auf ihre Gesundheit achten sollten und meines Erachtens nach gehören Füße zum menschlichen Körper, auch wenn manche sie eher als den hässlicheren Teil ihre Körpers bezeichnen würden, erlaubt, schon im Alter von ungefähr 10 Absatzschuhe zu tragen. Ist doch pervers oder? Es kann natürlich sein, dass es sich bei den Mädchen durchweg um irgendwelche Prominenz handelt und von der wird sowas ja erwartet. Macht euch eure eigenen Gedanken dazu. Vielleicht könnt ihr ja auch als Vorbereitung auf die Abiprüfung oder einfach nur aus Spaß eine kleine freie oder auch textgebundene Erörterung dazu schreiben. Vorlage sind meine beiden Abschnitte. Viel Spaß. Ihr habt ein halbes Jahr Zeit, dann kann ich Korrektur lesen und benoten =).

Im Internet habe ich vernommen, dass es hier bei uns am Wochenende sehr kalt werden soll und sogar Schneeregen erwartet wird. Ich würde mich so über Schnee freuen. Ja und ich weiß, dass es zwischen Schnee und Schneeregen noch einen Unterschied gibt. Denn für alle die es noch nicht wissen, der Winter ist meine liebste Jahreszeit. Doch habe ich die Befürchtung, dass der Schnee in dieser Stadt nicht weiß bleibt, sondern eher Farben wie grau, gelb oder grün annimmt. Ich erkläre kurz die ausgewählten Farben. Grau, versteht sich von selbst, oder nicht? Das gleiche Problem wie in Deutschland: Autos und dreckige Menschenschuhe. Gelb und grün jedoch ist eher weniger verständlich für die, die nicht schonmal hier waren: es spucken, rotzen, aulen wie auch immer ihr das bezeichnen wollt wirklich alle, egal ob jung oder alt, ob im Laufen, Stehen oder Sitzen auf der Straße herum. Egal wohin man geht Rotzflecken. Das ist echt ekelhaft, vorallem weil man die Flecken nicht immer gleich sieht und prompt ist man reingetreten. Ich will nicht wissen, wie viel unterschiedliche DNA ich schon an meinen Schuhen hab. Für alle Biologen oder ähnliches, sollte das fachlich inkorrekt sein und jetzt glotzt nicht so doof und denkt euch, die ist doch auch Biologin; bin ich nicht: ich studiere Lehramt Biologie und Genetik hab ich erst im Master =), dann schaut einfach drüber hinweg. In Deutschland ist das mit der Rotzerei nicht so schlimm. Da kotzt höchstens mal einer auf den Gehweg. Aber diese Haufen sieht man zeitig genug und kann wenigstens ausweichen. Doch das Schärfste ist ja, dass hier nicht nur überall hingespuckt wird, sondern dass sich manche, die vielleicht den Abend vorher Kanne gemacht haben, denken: "Ach mein Gott, piss ich doch mal an die Hecke vor dem Studentenwohnheim. Was interessiert es mich denn, dass hier Menschen lang laufen, es Mittag 12 Uhr ist und auch die Straße voller Autos. Haben die Spießer wenigstens mal was zu glotzen." Ich hoffe ihr habt bemerkt, dass ich über die alkoholisierte Bevölkerung gesprochen habe. Wir wollen nicht alle über einen Kamm scheren, denn ich hab noch kein Mädchen pinkelnd am Straßenrand sitzen gesehen.

Abschließend noch für alle, die es nicht bei Facebook gelesen haben oder denen ich es nicht erzählt habe, ich habe meine Bachelorabschluss. Glückwünsche sind erwünscht =).

Na dann ihr Pfeifen, ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen. Nehmt mir meine Ausdrücke bitte nicht übel. So bin ich nun mal. Außerdem würde der Spaß verloren gehen.

Bis bald

 

2 Kommentare 22.10.12 18:38, kommentieren

 Привет мои други из Германии

 So das mit der Überschrift hab ich ja heut schonmal wieder gründlich verkackt. Aber dieses Computerzeugs war ja noch nie meine Stärke. Alle die mich kennen, wissen das auch. Also nehmt die heute früh oder mittag, wie immer ihr wollt, gepostete oder auch gebloggte, denn ich schreibe ja in einem Blogg, oder wie auch immer das heißt, Überschrift einfach jetzt für diesen Text. Davon mal abgesehen, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ich da geschrieben hab. Aber egal. Ich würde sagen los gehts oder? Fangen wir mal damit an, was ich die letzten Tage erlebt oder auch nicht erlebt habe =).

Vorerst möchte ich noch sagen, dass ich nicht für irgendwelche Fehler also lexikalischer oder grammatischer Art verantwortlich bin. Es sind immer andere Schuld. Entweder ihr könnt nicht richtig lesen und müsst dann leider den Tatsachen ins Auge sehen und euch eine Brille anschaffen oder mein Rechner hat mal wieder nicht das gemacht, was er sollte. Aber nun gut los gehts.

 Ja da bin ich nun am Dienstag, für alle die es aufgrund der geringen Kapazität ihres Kurzzeitgedächtnisses nicht mehr wissen, den 16.10.2012 nach Berlin gefahren und habe mich von meinem Papa und meinem heißgeliebten Freund in eine kleine aber feine Propellermaschine Richtung Kaliningrad, oder für die Älteren unter euch nach Königsberg, verfrachten lassen. Airberlin schrieb im Internet, dass der Flug genau 1 Stunde und 40 Minuten dauern würde, doch als ich in das Flugzeug einstieg und die Stewardess verkündetet, mehrsprachig versteht sich, damit auch Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, verstehen, wohin es geht und wie lange die Reise andauern soll, dass die Reise nur eine Stunde andauert, erklärte ich sie für mich für ein bisschen vertrottelt. Ich wollte ihr ja nicht unterstellen, dass sie nicht lesen kann. Ja da stieg ich nun ins Flugzeug ein und freute mich schon an meinem Fensterplatz den Flug verfolgen zu können, als mich doch der nette russische Herr, der neben mir saß, ich solle mich doch auf einen anderen freien Platz setzen, damit er nicht aufstehen müsse. Das alles auf russisch. Aber das versteht sich ja von selbst. Da saß ich nun auf meinem mir neu zugewiesenen Platz und ich betone OHNE Fenster. Also hatte sich die Sache mit dem aus dem Fenster schauen erledigt. Da war ich also das erste Mal bedient. Aber ich nahm es hin wie ein großes Mädchen und diskutierte auch nicht lange. Er hätte mich eh nicht verstanden und ich hätte das, was ich sagen wollte auch nicht in seiner Sprache ausdrücken können.

Also der Flug dauerte nur eine Stunde an. Doch als wir am Flughafen in Kaliningrad ankamen, wurde mir bewusst, warum Airberlin noch 40 Mainuten aufschlug. Die Landung war bedingt durch die kleine Propellermaschine ein wenig holprig. Stellt euch einfach vor, ihr fahrt auf einer alten Autobahn, die noch aus diesen komischen Platten besteht. Aber ich denke, der Pilot hat sein Bestes gegeben, keine menschlichen Milchshakes zu produzieren. Der Flughafen war eine Augenweide. Wie soll ich das beschreiben? Wahrscheinlich soll der Flughafen vorallem Touristen als eine Art Kriegs- und wieder Aufbaumuseum dienen. Stellt euch einfach vor: ein kleiner niedlicher Flughafen ohne andere Flugzeuge, der ungefähr zu 5% saniert ist und mit diesem Teil des Flughafens versucht man die ankommenden Leute auf die potentielle Schönheit Kaliningrads aufmerksam zu machen, wohingegen die anderen 95% eher an die Geschichte, mehr will ich dazu einfach nicht sagen, denn Geschichte ist nicht so meine Leidenschaft, erinnern soll, mit ein paar Betonbalken und Stahlseilen, die aus dem Beton herausragen. Jetzt hab ich mich völlig in der Beschreibung des Flughafens verloren, entschuldigt. Aber es soll um die 40 Minuten Aufschlag gehen. Ausgestiegen aus dem Flugzeug in einen Bus eingestiegen, der uns Passagiere in das Gebäude brachte. Dort mussten wir noch einmal irgendeinen Zettel für die Behörden ausfüllen. Ich war natürlich total aufgeschmissen und wusste nicht was zu tun. Alle stürmten an die dort vorhandenen Tische, ähnlich einem Schlussverkauf mit Wühltischen in einem angesagten Geschäft, zückten ihre Kulis und ich dachte, mach doch einfach mit. Ich füllte nun diesen Zettel für die Behörden aus und ging durch die Passkontrolle. Dann war warten auf die Koffer angesagt. Und wenn ich sage warten, meine ich auch warten. Wenn draußen auf dem Platz noch weitere Flugzeuge gestanden hätten, wäre ich durchaus in der Lage gewesen zu verstehen, warum eine halbe Stunde für das Warten auf die Koffer veranschlagt wurde. Als ich also nach langem Warten meinen Koffer erhielt, machte ich mich auf die Suche nach den Menschen, die mich vom Flughafen abholen sollten. Doch es war keiner da, außer irgendwelcher aufdringlicher Taxifahrer, die mich unbedingt in die Stadt bringen wollten.Doch ich verneinte höflich. Da stand ich nun am Flughafen und wartete. Eigentlich dachte ich, da wir Deutsche für unsere Pünktlichkeit bekannt sind, dass ich auch pünktlich abgeholt werden würde. Aber wie ich schon erwähnte, war dem nicht so.

Als ich jemanden ausfindig gemacht habe, der mich nun in die mir ausgewählte Stadt brachte, war ich sehr erleichtert. Bis ich das Wohnheim sah. Mir kam in den Sinn, das sich diese herzensguten Menschen hier in Kaliningrad einen kleinen Scherz mit mir erlaubten. Aber ich musste den Tatsachen ins Auge blicken und mich in meinem Kopf damit arrangieren, dass nicht schon Leipzig gewöhnungsbedürftig war, sondern das hier offensichtlich kein Wert auf Modernisierung oder Ähnliches gelegt wird. Weitere Ausführungen würden zu weit führen und vielleicht noch irgendjemanden beleidigen. Und das ist definitiv nicht meine Absiche, denn die Leute hier sind alle herzensgut und lieb. Das ist schon mal ein Vorteil, welches es zu bestätigen gilt. Mein Zimmer ist sogar einen Quadratmeter größer als in Deutschland und das will doch was heißen. Die sanitären Anlagen auf dem Gang beschränken sich auf eine Dusche, und wenn ich sage eine Dusche, dann meine ich auch eine Dusche, drei Toiletten und ein Waschbecken. Die Toiletten haben keine Klobrillen. Aber Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Die Studenten sollen bloß nicht zu sehr verwöht werden.

Da wir eben bei Vorurteilen waren: russische Frauen sollen doch immer sehr hohe Schuhe tragen. Das stimmt. Ich hab das hier mal die letzten Tage beobachtet und herausgefunden; je höher und dünner die Absätze, umso dünner ist auch das Mädchen oder die Frau dazu. Flache Schuhe werden eher an fülligere Gestalten verkauft. Also eher weniger Umsatz mit flachen Schuhen, da die Frauen hier meistens echt klapperdürr sind. 

Ratsam wäre es vielleicht auch, an Stelle der Menschen hier, Autos zu kaufen, die nicht unbedingt aus den frühen Nachkriegszeiten stammen. Dann würde es nämlich wesentlich leichter fallen zu atmen. Denn klare Luft atmet sich besser als Smogwolken. Und das war kein Scherz. Vielleicht sollte man Umweltplaketten einführen. Weil die so viel bewirken. =)

Das wars glaube ich erst einmal fürs erste. Ich will euch ja nicht langweilen. Außerdem möchte ich mir noch einige Sachen für später aufheben, auch wenn ich noch allerhand mehr erlebt hab in den fünf Tagen. Aber alles am Anfang verbraten wäre nicht gut. Am Ende hat kiner mehr Lust den Blogg zu verfolgen und dann würde ich ganz umsonst schreiben. Dazu möchte ich sagen, dass ihr euch nicht einzubilden braucht, dass ich jeden Tag von mir hören lasse. Ich hab schließlich auch noch andere Sachen zu tun.

Na dann, ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß und beehrt mich bald wieder.

Пока

20.10.12 16:25, kommentieren

die ersten Eindrücke oder wie auch immer man das nennen mag

1 Kommentar 20.10.12 10:16, kommentieren