Привет мои други из Германии

 So das mit der Überschrift hab ich ja heut schonmal wieder gründlich verkackt. Aber dieses Computerzeugs war ja noch nie meine Stärke. Alle die mich kennen, wissen das auch. Also nehmt die heute früh oder mittag, wie immer ihr wollt, gepostete oder auch gebloggte, denn ich schreibe ja in einem Blogg, oder wie auch immer das heißt, Überschrift einfach jetzt für diesen Text. Davon mal abgesehen, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ich da geschrieben hab. Aber egal. Ich würde sagen los gehts oder? Fangen wir mal damit an, was ich die letzten Tage erlebt oder auch nicht erlebt habe =).

Vorerst möchte ich noch sagen, dass ich nicht für irgendwelche Fehler also lexikalischer oder grammatischer Art verantwortlich bin. Es sind immer andere Schuld. Entweder ihr könnt nicht richtig lesen und müsst dann leider den Tatsachen ins Auge sehen und euch eine Brille anschaffen oder mein Rechner hat mal wieder nicht das gemacht, was er sollte. Aber nun gut los gehts.

 Ja da bin ich nun am Dienstag, für alle die es aufgrund der geringen Kapazität ihres Kurzzeitgedächtnisses nicht mehr wissen, den 16.10.2012 nach Berlin gefahren und habe mich von meinem Papa und meinem heißgeliebten Freund in eine kleine aber feine Propellermaschine Richtung Kaliningrad, oder für die Älteren unter euch nach Königsberg, verfrachten lassen. Airberlin schrieb im Internet, dass der Flug genau 1 Stunde und 40 Minuten dauern würde, doch als ich in das Flugzeug einstieg und die Stewardess verkündetet, mehrsprachig versteht sich, damit auch Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, verstehen, wohin es geht und wie lange die Reise andauern soll, dass die Reise nur eine Stunde andauert, erklärte ich sie für mich für ein bisschen vertrottelt. Ich wollte ihr ja nicht unterstellen, dass sie nicht lesen kann. Ja da stieg ich nun ins Flugzeug ein und freute mich schon an meinem Fensterplatz den Flug verfolgen zu können, als mich doch der nette russische Herr, der neben mir saß, ich solle mich doch auf einen anderen freien Platz setzen, damit er nicht aufstehen müsse. Das alles auf russisch. Aber das versteht sich ja von selbst. Da saß ich nun auf meinem mir neu zugewiesenen Platz und ich betone OHNE Fenster. Also hatte sich die Sache mit dem aus dem Fenster schauen erledigt. Da war ich also das erste Mal bedient. Aber ich nahm es hin wie ein großes Mädchen und diskutierte auch nicht lange. Er hätte mich eh nicht verstanden und ich hätte das, was ich sagen wollte auch nicht in seiner Sprache ausdrücken können.

Also der Flug dauerte nur eine Stunde an. Doch als wir am Flughafen in Kaliningrad ankamen, wurde mir bewusst, warum Airberlin noch 40 Mainuten aufschlug. Die Landung war bedingt durch die kleine Propellermaschine ein wenig holprig. Stellt euch einfach vor, ihr fahrt auf einer alten Autobahn, die noch aus diesen komischen Platten besteht. Aber ich denke, der Pilot hat sein Bestes gegeben, keine menschlichen Milchshakes zu produzieren. Der Flughafen war eine Augenweide. Wie soll ich das beschreiben? Wahrscheinlich soll der Flughafen vorallem Touristen als eine Art Kriegs- und wieder Aufbaumuseum dienen. Stellt euch einfach vor: ein kleiner niedlicher Flughafen ohne andere Flugzeuge, der ungefähr zu 5% saniert ist und mit diesem Teil des Flughafens versucht man die ankommenden Leute auf die potentielle Schönheit Kaliningrads aufmerksam zu machen, wohingegen die anderen 95% eher an die Geschichte, mehr will ich dazu einfach nicht sagen, denn Geschichte ist nicht so meine Leidenschaft, erinnern soll, mit ein paar Betonbalken und Stahlseilen, die aus dem Beton herausragen. Jetzt hab ich mich völlig in der Beschreibung des Flughafens verloren, entschuldigt. Aber es soll um die 40 Minuten Aufschlag gehen. Ausgestiegen aus dem Flugzeug in einen Bus eingestiegen, der uns Passagiere in das Gebäude brachte. Dort mussten wir noch einmal irgendeinen Zettel für die Behörden ausfüllen. Ich war natürlich total aufgeschmissen und wusste nicht was zu tun. Alle stürmten an die dort vorhandenen Tische, ähnlich einem Schlussverkauf mit Wühltischen in einem angesagten Geschäft, zückten ihre Kulis und ich dachte, mach doch einfach mit. Ich füllte nun diesen Zettel für die Behörden aus und ging durch die Passkontrolle. Dann war warten auf die Koffer angesagt. Und wenn ich sage warten, meine ich auch warten. Wenn draußen auf dem Platz noch weitere Flugzeuge gestanden hätten, wäre ich durchaus in der Lage gewesen zu verstehen, warum eine halbe Stunde für das Warten auf die Koffer veranschlagt wurde. Als ich also nach langem Warten meinen Koffer erhielt, machte ich mich auf die Suche nach den Menschen, die mich vom Flughafen abholen sollten. Doch es war keiner da, außer irgendwelcher aufdringlicher Taxifahrer, die mich unbedingt in die Stadt bringen wollten.Doch ich verneinte höflich. Da stand ich nun am Flughafen und wartete. Eigentlich dachte ich, da wir Deutsche für unsere Pünktlichkeit bekannt sind, dass ich auch pünktlich abgeholt werden würde. Aber wie ich schon erwähnte, war dem nicht so.

Als ich jemanden ausfindig gemacht habe, der mich nun in die mir ausgewählte Stadt brachte, war ich sehr erleichtert. Bis ich das Wohnheim sah. Mir kam in den Sinn, das sich diese herzensguten Menschen hier in Kaliningrad einen kleinen Scherz mit mir erlaubten. Aber ich musste den Tatsachen ins Auge blicken und mich in meinem Kopf damit arrangieren, dass nicht schon Leipzig gewöhnungsbedürftig war, sondern das hier offensichtlich kein Wert auf Modernisierung oder Ähnliches gelegt wird. Weitere Ausführungen würden zu weit führen und vielleicht noch irgendjemanden beleidigen. Und das ist definitiv nicht meine Absiche, denn die Leute hier sind alle herzensgut und lieb. Das ist schon mal ein Vorteil, welches es zu bestätigen gilt. Mein Zimmer ist sogar einen Quadratmeter größer als in Deutschland und das will doch was heißen. Die sanitären Anlagen auf dem Gang beschränken sich auf eine Dusche, und wenn ich sage eine Dusche, dann meine ich auch eine Dusche, drei Toiletten und ein Waschbecken. Die Toiletten haben keine Klobrillen. Aber Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Die Studenten sollen bloß nicht zu sehr verwöht werden.

Da wir eben bei Vorurteilen waren: russische Frauen sollen doch immer sehr hohe Schuhe tragen. Das stimmt. Ich hab das hier mal die letzten Tage beobachtet und herausgefunden; je höher und dünner die Absätze, umso dünner ist auch das Mädchen oder die Frau dazu. Flache Schuhe werden eher an fülligere Gestalten verkauft. Also eher weniger Umsatz mit flachen Schuhen, da die Frauen hier meistens echt klapperdürr sind. 

Ratsam wäre es vielleicht auch, an Stelle der Menschen hier, Autos zu kaufen, die nicht unbedingt aus den frühen Nachkriegszeiten stammen. Dann würde es nämlich wesentlich leichter fallen zu atmen. Denn klare Luft atmet sich besser als Smogwolken. Und das war kein Scherz. Vielleicht sollte man Umweltplaketten einführen. Weil die so viel bewirken. =)

Das wars glaube ich erst einmal fürs erste. Ich will euch ja nicht langweilen. Außerdem möchte ich mir noch einige Sachen für später aufheben, auch wenn ich noch allerhand mehr erlebt hab in den fünf Tagen. Aber alles am Anfang verbraten wäre nicht gut. Am Ende hat kiner mehr Lust den Blogg zu verfolgen und dann würde ich ganz umsonst schreiben. Dazu möchte ich sagen, dass ihr euch nicht einzubilden braucht, dass ich jeden Tag von mir hören lasse. Ich hab schließlich auch noch andere Sachen zu tun.

Na dann, ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß und beehrt mich bald wieder.

Пока

20.10.12 16:25

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